Frankfurt am Main
OeW 123
Fassadesanierung
Umnutzung Dachgeschoss in Wohnnutzung
Das Gründerzeit MFH im Frankfurter Nordend wurde sukzessive, in abgegrenzten Bauabschnitten denkmalpflegerisch, energetisch und hauste chnisch saniert.
Der seit 1900 leerstehende Dachstuhl auf der 5. Fußbodenebene über Gelände, erhielt eine Aufsparrendämmung und eine Erneuerung der Schiefereindeckung mit zusätzlichen Dachfenstern. Letztere wurden für den sommerlichen Wärmeschutz mit Rollläden ausgestattet, eine Querlüftung mit großer Öffnung zum grünen Innenhof ist Teil des Klimakonzeptes.
Während Corona wurde dieser Bestand zu einer Einraum-Loft-Wohnung mit Sanitärkern ausgebaut.
Die historische Dachstuhlkonstruktion wurde materialhaft erhalten, hölzerne Hinzufügungen wurden ablesbar weiß lasiert.
Größte Herausforderung waren Anforderungen an Statik,
Schall- und Brandschutz, infolge der Gebäudeklasse 5 und
den mit Prüfsachverständigen nachzuweisenden Regularien.
Diese überregulierten Prozesse stehen in krassem Widerspruch zu dem gesellschaftlichen Bedarf, bezahlbaren Wohnraum im Bestand zu schaffen.
Die Straßenfassade wurde mit Holz-Isolierfenstern ertüchtigt, Steinmetzmeisterin, Malermeisterin und Metallbauer haben
Hand in Hand liebevolle Deta ilreparaturen durchgeführt.
Die über 100 Jahre alten gebackenen Tonfliesen aus dem Dachboden wurden im Eingangsbereich des Vorgartens und
als Terrasse im hinteren Garten wiederverwendet.
Fotos:
m3b & Rosemarie Dieter